Elternabend Kiga St. Raphael

„Nur gespielt“ -
wo bleibt die Bildung im Kindergarten?

Konzeption

Ästhetische Bildung

Ästhetische Bildung umfasst alle sinnlichen Erfahrungen und Empfindungen.
Lernen durch die Sinne:
- Sehen
- Schmecken
- Fühlen
- Hören
- Riechen
- Gleichgewicht
- Tiefenwahrnehmung
ist in der Kindheit die Grundlage von Bildung, die Grundlage für den Aufbau kognitiver Strukturen.
Ästhetische Bildung bedient sich vieler Ausdrucksformen wie z.B.:
- Musik
- bildnerisches Gestalten
- Tanz
- malen
- Knete

Emotionale Entwicklung und soziales Lernen

Unter einer positiven emotionalen Entwicklung verstehen wir einen angemessenen Umgang mit den eigenen Gefühlen und den Gefühlen Anderer. Daraus erschließt sich die Fähigkeit sich angemessen in sozial unterschiedlichen Gruppen zu verhalten.
Dies lernen Kinder durch:
- zuschauen
- nachspielen ( z.B. in Rollenspielen)
- Erfahren von Verlässlichkeit
- nachahmen
- Rituale
- Gefühle benennen und widerspiegeln

Entwicklung kognitiver Fähigkeiten

und Freude am Lernen

Kognition ist geistige Wahrnehmung. Wir verstehen darunter Informationsverarbeitungsprozesse im Gehirn:
- Sinneswahrnehmung
- Verknüpfung
- Speicherung
- Weiterleitung
- Beurteilung

bei denen Neues gelernt und Wissen gespeichert wird.
Zu den kognitiven Fähigkeiten gehören:
- Wahrnehmung
- Erkennung
- Planen
- Aufmerksamkeit
- Erinnerung
- Lernen
- Gedächtnis
- Kreativität
- Abstraktion

Für die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten sind eine ganzheitliche Sinneswahrnehmung und eine positive Lernatmosphäre (vorbereitete Umgebung) unabdingbar. Im Kindergarten wecken wir die Neugierde und die Lernfreude der Kinder und fördern sie in unterschiedlichen Bereichen.

Ethische und religiöse Fragen,

Grunderfahrungen menschlicher Existenz

Kinder brauchen, um eine Orientierung im Leben zu finden, die Beschäftigung mit religiösen und weltanschaulichen Fragen und Traditionen( Feste, Rituale, Überlieferungen)
Dadurch entwickeln sich Ihre Wertmaßstäbe.
Kinder lernen:
- was gut und böse ist
- Toleranz
- Achtung vor der Umwelt
- solidarisch zu sein
- Anderen zu helfen
- Achtung vor den Menschen

Körper - Bewegung -Gesundheit

Bewegung und Wahrnehmung ist der Motor der Hirnentwicklung – Begreifen kommt von Greifen. Im Kindergarten schaffen wir vielfältige Bewegungsmöglichkeiten, denn Kinder mit einem guten Körperbewusstsein sind:
- selbstbewusster
- fröhlicher
- weniger Unfall gefährdet
- ausgeglichener
- körperlich leistungsfähiger
- geistig leistungsfähiger

Lebenspraktische Kompetenzen

Lebenspraktische Kompetenzen wie z. B.
- an- und ausziehen
- Schleife binden
- Tisch decken

ermöglichen dem Kind, sein Leben eigenständig zu bewältigen.
Im Kindergartenalltag bieten wir den Kindern täglich Möglichkeiten sich in ihrer Selbstständigkeit zu üben und weiterzuentwickeln.

Mathematisches Grundverständnis

Um mathematische Kompetenzen zu entwickeln, benötigen Kinder vielfältige Bewegungserfahrungen in und mit Raum und Zeit. Darauf aufbauend können sie sich Formen, Größen und Zahlen erschließen.
Wir ermöglichen den Kindern diese grundlegenden Erfahrungen durch z.B.:
- die zeitliche Strukturierung des Tagesablaufes
- Bewegungsspielen auf unterschiedlich großem Raum, (Weite, Enge), etc.
- Spiele zur Körperwahrnehmung
- Spiele mit bestimmtem Abfolgen
- Rückwärts gehen

Natur- und Lebenswelt

Die natürliche Neugierde, die jedes Kind in sich trägt, ist Grundlage, um die Natur- und Lebenswelt zu entdecken und zu erfahren.
Dies eröffnet den Kindern Chancen zum Erwerb von Weltwissen, Forschergeist und lebenspraktischen Kompetenzen.
Eine Auseinandersetzung der Kinder mit ihrer Natur- und Lebenswelt ermöglichen wir den Kindern in unterschiedlichen Situationen z.B.:
- Waldtag
- Kindergarten - Spielplatz
- Kartoffeln suchen
- Spaziergänge
- Äpfel pflücken

Sprache und Sprechen

Sprache ist das wichtigste zwischenmenschliche Kommunikationsmedium.
Sprechen lernen ist eine der wichtigsten und vielschichtigsten Lernleistungen von Kindern.
Sprache kann nur gelernt werden durch aktives Sprechen.
Eine positive Sprachentwicklung unterstützen wir z.B. durch:
- Gespräche
- Fingerspiele
- Bilderbuchbetrachtungen
- Lieder
- Reime
- Geschichten
- Rollenspiele
- Bibliotheksbesuch
- philosophieren